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Angelbericht vom 05. - 07.09.2011


Nach fast einem Jahr, bin ich wieder an dem See angekommen wo ich im Oktober letzten Jahres meinen Personal Best Schuppenkarpfen von 55 Pfd. überlisten und auf die Matte legen konnte. Ein Jahr wo ich mich immer wieder sehr gerne an diesen „Fang des Lebens" erinnert habe. Und jetzt wo ich wieder an diesem See, an dieser Stelle stehe, habe ich auch wieder dieses Gefühl, dieses Gefühl als wenn etwas ganz besonderes passieren könnte. Meine Hoffnungen waren groß.
Ich freue mich sehr darüber, dass ich mein Angelfreund Werner M. aus Bonn, einem Mitglied des Imperialbaits-Team dazu „überreden" konnte mich auf dieser Session zu begleiten.
Bei mir zu hause luden wir das Tackle von Werner aus seinem Auto in meinen Pkw-Anhänger und die Fahrt begann schon bald in Richtung Luxemburg.

Gegen 09:00 Uhr am See angekommen, stellten wir sofort fest das noch zwei PKW mit Anhänger auf dem Parkplatz standen und wie wir bald wussten sind wir nicht alleine mit der Idee gewesen die nächsten Tage hier zu angeln.
Wir gingen erstmal um uns einen Überblick zu verschaffen zum See und bald trafen wir auf eine Gruppe von acht jungen Männern, den Carfighters Gescher.
Wie sich während des Gesprächs heraustellte belegten diese Männer die restlichen acht Plätze. Was bedeutet. Alle Plätze sind besetzt und mehr Angeldruck geht nicht.
Mal kurz gerechnet. 10 Mann a 4 Ruten = 40 Montagen, jeder bringt mal so, wenig geschätzt, ca.1kg Futter auf seinen Platz, macht 40kg pro Tag, auf einer ungefähren Strecke von 450m die beangelt werden darf.
Nur mal so theoretisch.


DAS WIRD HART !
Zurück zum Parkplatz und das Tackle ausgeladen. Wir karrten unser ganzes Zeug an die Plätze und begannen unsere Angelplätze vorzubereiten und alles nötige aufzubauen und herzurichten.
Gegen 12:00 Uhr stand alles an seinem Platz und das Langersehnte Fischen an diesem, für mich „magischen See" konnte beginnen.


Die Montagen wurden mit den Ködern meines Vertrauens bestückt.
Das heißt, ich habe die gleichen Boilies, die sich immer noch in der gleichen Dose, mit dem gleichen Dip vom letzten Jahr befanden, in das Futterboot geladen, zwei Hände des gleichen Boilies (ohne Dip) zu der Montage ins Boot gegeben und alle 4 Ruten auf ca. 160 - 200m Entfernung und einer Breite von ca. 80m abgelegt.
In die Schnüre wurde ein Absenkblei gehängt, die Line Dancer eingehängt und die Pieper scharf gemacht.


Das Warten konnte beginnen.
Ich ging rüber zu Werner der in der Zeit auch schon alles fertig vorbereitet und seine Montagen ausgelegt hatte.
Nach einer kurzen Mahlzeit trafen wir uns mit unseren „Mitstreitern" zu einem Plausch.
Schnell stellte sich fest dass alle vom Team Super in Ordnung sind und man sehr viel Spaß mit Ihnen haben kann. Also, zu jedermanns Freude……..ALLES BESTENS !!! So weit.
Was nun nur noch fehlte waren Fische.


Der erste ließ nicht sehr lange auf sich warten. Die erste Brasse kam an Land. Klein, süß und nur paar geschätzte 100g schwer.
Das sollte es aber auch dann schon gewesen sein. Erst mal.

Am späten Nachmittag erschien Frank der Fischereiaufseher. Wir plauderten mit Ihm eine ganze Zeit über dies und das. Irgendwann, als das Thema „größte Fische" im See angeschnitten wurde, nahm er sein Handy raus und zeigte uns ein Foto von einem Fisch Namens „Maantje", dem bisher bekannten, schwersten Spiegelkarpfen im See. Er wäre zurzeit so um die 25kg schwer. Zu erkennen an der großen Schuppe oben, an der linken Seite. Jeder schaute sich das Foto an und alle waren begeistert von dem schönen Fisch. Bald darauf löste sich die Gruppe auf und jeder ging, weil es schon schnell dunkel geworden war zu seinem Platz.
Gegen 22:00 Uhr haute ich mich aufs Ohr und war auch schon bald im Land der Karpfenträume.


Dienstag morgen, 00:30 Uhr riss mich dann meine kreischender Funke aus dem Schlaf ………. FULL RUN !!
Ich raus aus dem Schlafsack, in die Watstiefel, ins Wasser, an die zweite Rute von links und Anschlag gesetzt …….. NICHTS. Kein Kontakt zum Fisch zu spüren. Er ist wohl vor meinem Anschlag schon wieder ausgestiegen.
Habe die Montage eingeholt und die Montage war OK. Zwei neue 20er Boilies aus dem Dip geholt und aufs Haar gezogen, ins Boot gelegt, eine Hand Boilies dazu und zum gleichen Platz gefahren. Da ich mir nach der ersten Ausfahrt der Montage einen Marker auf die Schnur geknotet hatte war das problemlos möglich.


Ich legte mich wieder hin, dachte noch etwas über das Erlebte nach und schlief auch dann auch schon bald wieder ein.
04:30 Uhr.
Wieder durch einen Full Run aus dem Schlaf gerissen worden. Wieder die gleiche Rute. Diesmal konnte ich aber sofort mit dem Fisch Kontakt aufnehmen und nach einem unspektakulären Drill schon bald über meinen Kescher führen und Ihn auf die Matte legen. Ein schöner Schuppi lag vor mir. Schnell den Karpfen in die Wiegematte gelegt und gewogen. Die Waage blieb bei 28 Pfd. stehen. Noch schnell den Karpfensack gut nass gemacht und eingesackt.
Die Montage wieder wie zuvor mit Boilies bestückt und zurück zum Spot gefahren.


Um 07:00 Uhr wurde ich wach und schaute aus dem Zelt. Ein schöner Morgen stellte ich fest. Es war windstill und das Wasser war ruhig. Ich schaute auf meine Ruten und alles schien OK zu sein. Nur der Swinger der zweiten Rute von links hatte sich abgesenkt. Aber es war OK dachte ich so bei mir. Ich nahm meine Flasche, machte ein paar Züge, und stellte fest dass der Swinger jetzt ganz oben war. Ich dachte so bei mir, OK, Du bist wohl noch nicht ganz wach. Ich drehte mir eine Zigarette, zündete sie an und in dem Moment senkte sich der Swinger und schoss in einem zug sofort wieder nach oben und die Rutenspitze bog sich zitternd nach links.
Aber warum gibt der Bissanzeiger keinen PIEP von sich ???????????
Ich stand sofort auf, ging immer noch im Halbschlaf zum Pod sah auf die Rutenspitze, die Rute, die Rolle……. Ich erstarrte vor Schreck.
Ich war sofort hellwach.

DIE SPULE WAR KOMPLETT LEER !!!!!!!!!


DIE BATTERIE VOM BISSANZEIGER HATTE IRGENDWANN IN DER NACHT IHREN GEIST AUFGEGEBEN !!!!


DOPPELTE SCHE............... !!!!!!


Etwas hatte mir 350m Schnur von der Spule gezogen. Nur was ich noch sehen konnte war der Knoten mit dem ich die Schnur auf der Spule befestigt hatte.
Ach du Sch …… rief ich und nahm die Rute in die Hand und versuchte, was mir auch zum Glück gelang, ein paar Meter wieder auf die Rolle zu bekommen. Nach ein paar Metern Schnureinzug stellte ich fest dass der, HOFFENTLICH noch am Ende der Schnur befindliche Fisch, ganz nach links um die Landzunge geschwommen ist.
Was also tun???
Ich sprang in die Wathose und ging am Ufer entlang durchs Wasser bis auf die Ecke der Landzunge. Die Schnur immer eingedreht und auf Spannung gehalten. An der Ecke der Landzunge angekommen sah ich auf die Spule und stellte fest dass das Ende noch lange nicht erreicht war. So tastete ich mich weiter und weiter über Steine, Knietiefem Schlamm und Geäst durchs Wasser um die Landzunge herum, unter überhängende Bäume, an meterhohem Schilf vorbei bis ich endlich ganz um die Landzunge herum war. Dann spürte ich endlich dass der Fisch noch am Haken war. Denn jetzt wo der direkte Kontakt wieder hergestellt war wollte er auch sofort wieder die Flucht ergreifen. Aber er schwamm nicht ins Freiwasser, sondern sofort noch weiter unter dem über das Wasser hängenden Baum wo er drunter hing. Ich schaffte es dann endlich mit ein paar vorsichtigen Zügen den Fisch doch noch dazu zu bewegen ins offene Wasser zu schwimmen. Nun musste ich ja irgendwie den Fisch an Land bekommen. Also was tun??

Es blieb nur eine Möglichkeit. Ich musste es schaffen den Fisch wie ein Hund an der Leine am Ufer vorbeizuführen. Tolle Idee. Nach ein paar Fluchtversuchen schwamm der Fisch doch tatsächlich in die Richtung in die ich zurück musste. Bald gelang ich dann auch an die erste mögliche Stelle wo ich aus dem Wasser kam. Ich stieg also aus dem Wasser ans Land, den Fisch, den ich bis dahin noch nicht einmal gesehen habe an der Leine.
Und nun das nächste Problem. Ich hatte keinen Kescher mitgenommen auf meiner Reise um die Landzunge.
Nun stand ich da wie Hein Blöd in der Gegend rum.
Da kam mir die geniale Idee nach meinem Freund Werner zu rufen. Ich rief auch dann so lange seinen Namen über den halben See bis er endlich ganz verschlafen aus dem Zelt schaute. Ich schrie: „KESCHER, BRING SCHNELL EINEN KESCHER".
Werner war mit dem Kescher auf dem Weg zu mir und ich hielt den Fisch in Schach. Als ich dann versuchte den Fisch näher ans Ufer zu drillen kam er das erste Mal an die Wasseroberfläche. Es war ein Spiegler. Ein Spiegler mit einem gigantisch, breitem Rücken der sich jetzt das erste Mal so richtig zur Wehr setzte, ich aber seine Fluchversuche immer schnell ausbremsen konnte. Endlich dann nach ein paar Fluchten den Karpfen im Kescher gelandet. Werner hob den Kescher aus dem Wasser und sagte nur: „Über 20kg, der hat gute 20kg." Wir nun den Kescher mit zwei Mann schnell zu meinem Angelplatz getragen, Abhakmatte voll Wasser gemacht, den Karpfen mit viel Wasser übergossen und in die Matte gelegt. Werner meinte: „Ich habe da eine Vermutung". Er drehte den Fisch um und wir staunten nicht schlecht!!!!!

Der Karpfen hatte genau die markante Schuppe wovon der Fischereiaufseher gestern berichtete.
„ER IST ES" sagte Werner „MAANTJE" der schwerste Spiegler aus dem See.
Ich konnte mein Glück gar nicht fassen und mich vor Anspannung und Glück nach außen hin gar nicht richtig freuen. Dabei hätte ich vor Freude fast losheulen können.


Beim Wiegen von Mattje blieb die Waage bei genau 26kg stehen.
Noch 1kg schwerer als uns zuvor berichtet wurde.
Besser konnte dieser Trip gar nicht laufen !!!!!!!!


Natürlich blieb mein Geschrei auch nicht von den anderen Angelkollegen überhört und so strömte schnell die halbe Mannschaft der Carpfighters Gescher herbei und beugten sich über den Karpfen. Sie staunten, machten Fotos und glückwünschten mir zu meinem, für mich wieder einem unvergesslichen Fang aus dem Echternacher See.




Sebastian T. von Carfigthers Gescher war gerade dabei mit meiner Kamera die Fotos zu schießen, als ich Werner rufen hörte „Das habe ich mal in einem Video gesehen" und schon schüttete Werner einen großer Guss Wasser aus dem Eimer über mich und Maantje.
Das Gelächter war groß wie man sich vorstellen kann.
Wo wir ja jetzt schon dabei waren holte ich nach dem zurücksetzen von Mattje den Schuppi aus dem Sack und machten davon auch noch ein paar schöne Bilder.
Alle Fische waren wieder in ihrem Element und ich war überglücklich und mächtig Stolz auf meine Fänge. Die sich wie sich später bei einem gemütlichen Zusammensein mit allen als die einzigen Fänge von aus der Nacht von Montag auf Dienstag herausstellte. Mal abgesehen von ein paar Brassen.
Der Dienstag verlief ohne Fänge.
Aber bei dem Spaß den Werner und ich mit den Carpfighters hatten wurde das kaum berücksichtigt.



In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte es heftig gestürmt und wie aus Eimern geschüttet, aber Werner konnte noch einen Graskarpfen von 26 Pfd. der sich an zwei 20er Murmeln vergreifen wollte auf seine Matte legen.
Als der Regen am Mittwochmorgen gegen 08:00 Uhr nachließ beschlossen Werner und ich die Gunst der Stunde, unser Tackle trocken zu verladen und nach hause zu bringen zu nutzen und brachen so unsere Plätze ab. Um 11:30 Uhr verabschiedeten wir uns noch von den Carpfigters und tauschten unsere Nummern aus um in Kontakt zu bleiben.
Danke von mir und Werner an die schönen und lustigen Stunden mit Euch.


Bis zur Abreise blieben von insgesamt 10 aktiven Karpfenanglern die beiden Karpfen von mir und der Graskarpfen von Werner die einzigen gefangenen Fische.




Hier im Anhang sind ein paar schöne Bilder, die mir vom Team Carpfighters Gescher überlassen wurden, eingefügt.
Ich danke den Carpfighters Gescher dafür und wünsche Ihnen noch viele schöne Fische und glückliche Stunden auf Ihren Sessions.




Auch diese Artgenossen konnten den Hakenködern nicht wiederstehen.